Crueger, Anneliese und Wulf – Wege zur Japanischen Keramik61370 – Anneliese und Wulf Crueger – Wege zur Japanischen Keramik

Tradition in der Gegenwart

Hrsg.: Museum für Ostasiatische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin

Fotos: Thomas Naethe

Text: deutsch mit japanischen Schriftzeichen

328 Seiten mit 200 farbigen Abbildungen

Format 16,5 x 24 cm. Paperback

ISBN: 380303308X

Preis: 35,00 €

Beschreibung

Die Japanische Keramik der Gegenwart wird von Vielfalt und einem Nebeneinander von uralten Traditionen und modernen Einflüssen bestimmt. Viele „Öfen“, die nach japanischem Sprachgebrauch eine Werkstatt, aber auch ein Keramikgebiet mit mehreren hundert sein können, haben seit dem Mittelalter ihren lokalspezifischen Charakter bewahrt. Bestimmte Entwicklungen, wie unglasiertes und glasiertes Steinzeug der „Sechs Alten Öfen“ ab dem 12. Jahrhundert, Teekeramik ab dem 14. Jahrhundert, Porzellan ab dem 17. Jahrhundert und die mingei(Volkskunst) -Bewegung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, prägen noch heute die Arbeiten der Keramiker.

Das Buch weist den Weg zum Verständnis der Entwicklung von 66 der wichtigsten japanischen Öfen vom Mittelalter bis zur Gegenwart und dokumentiert das heutige Erscheinungsbild anhand typischer Objekte. Charakteristische Exponate aus dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts belegen mit ihren jahrhundertealten überlieferten Formen und Oberflächen die ungebrochenen Traditionen der japanischen Keramikkunst und ihre Entwicklungstendenzen. Dabei ist ersichtlich, dass die japanische Ästhetik mit ihrer Wertschätzung von Asymmetrie und sparsamer Raumnutzung dem westlichen Kunstideal in Vielem entgegengesetzt ist. Auch die individuellen Arbeiten der heutigen Studiotöpfer stehen zwischen der Kontinuität der japanischen Keramiktradition und der Weiterentwicklung unter westlichen Einflüssen.

Zusätzlich ist das Buch, im doppelten Sinn der Bedeutung „Weg“, als Reisehandbuch für den an der Japanischen Keramik Interessierten gedacht. Neben einem ausführlichen Glossar bietet es Informationen über Anreise, Töpfervereinigungen, Töpfermärkte und Museen sowie Literatur zu den einzelnen Töpferorten. Zur leichteren Orientierung sind von Reisezielen, Organisationen und Museen zusätzlich die japanischen Schriftzeichen angegeben.

Zielgruppen:

Keramiker, Keramiksammler und -interessierte, Japanbegeisterte, Kunsthistoriker und -interessierte, Studienreisende 

Sonderausstellung vom 11.November 2004 – 01. Mai 2005

Ästhetik und Tradition – Japanische Keramik der Gegenwart

(Sammlung. Dres. Anneliese und Wulf Crueger)

Die Ausstellung zeigt japanische Gebrauchskeramik des 20. Jahrhunderts. Ihre Schönheit wird an Beispielen des täglichen Gebrauchs eindrucksvoll demonstriert. Die Exponate belegen die ungebrochene Tradition der Keramikherstellung mit ihren hohen Qualitätsstandards.

Japanische Ästhetik mit ihrer Wertschätzung von Asymmetrie und sparsamer Raumnutzung unterscheidet sich vom westlichen Kunstideal oft gravierend. In der Keramik werden Spuren der Herstellung bis hin zu bewussten Verformungen als Zeichen von kunstvoller Natürlichkeit einer als unbeweglich empfundenen Symmetrie vorgezogen. Das aus dem Zen-Buddhismus abgeleitete Ideal der Leerheit wird in der Art des Glasurauftrags und in der Anlage des Dekors sichtbar.

Das Sammlerpaar Anneliese und Wulf Crueger hat seit 1970 charakteristische Erzeugnisse der wichtigsten noch tätigenTöpferorte Japans von der Irdenware bis zum Porzellan zusammengetragen. Darunter befinden sich auch Arbeiten sehr berühmter Meister, die in Japan höchstes Ansehen als „lebender Nationalschatz“ genießen.

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